Konzertkritik zum Weihnachtsprogramm:

(...) Die zarte Collage jahrhundertealter deutscher Adventslieder, die sehnsüchtigen Minnelieder des Mittelalters und die lebensfrohen, warmen Klänge aus Paraguay und Venezuela brachten die Tiefendimension des Festes unmittelbar zu Gehör und mitten ins Herz. Wer bisher die Harfe ausschließlich als leises, zurückhaltendes, filigranes Saiteninstrument erlebt hatte, konnte sie hier als temperamentvolle Flamenco-Begleiterin, als cembalo-, marimba-, zither- und sogar banjo-ähnliches Vollblut kennen lernen. Als sei sein Spiel noch nicht genug der Inspiration, fügte Daun in seiner unnachahmlich bescheidenen, dem Publikum völlig zugewandten Art zahlreiche anekdotenhaft vorgetragenen geschichtlichen Erläuterungen und fröhliche Schlaglichter auf das Leben vergangener Jahrhunderte in seinen Vortrag ein (...). Eine Gratwanderung zwischen Empathie und Eigenständigkeit, wie sie nur wirklich großen Künstlern souverän gelingt - Tom Daun ist ohne Zweifel zu diesen zu rechnen.

Kreis Anzeiger Wetterau, 16.12.2011

 

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